Den nachfolgenden Text haben wir auf unserer Infotafel am 1. Mai 2025 veröffentlicht.
Nach einer längeren Entwicklung war eine Aktualisierung erforderlich.
Der Text „Was wir wollen“ aus der Gründungszeit (2009) ist noch einsehbar und zwar in der Abteilung „Informationsmaterial“. Die grundlegenden Ziele verfolgen wir nach wie vor.
Was will das Bündnis „DEW kommunal“?
DEW21 soll zu einem vollständig
kommunalen Unternehmen werden!
Aktuell befinden sich 39,9% von DEW21
im Eigentum von E.on.
Die vollständig Kommunalisierung von DEW21 war 2008 das Gründungsziel unseres Bündnisses.
Die Einflussnahme eines privaten Konzerns, dessen wesentliches Ziel darin besteht, seinen Aktionären möglichst hohe Gewinne auszuschütten, wäre damit grundsätzlich ausgeschlossen.
Der Rat der Stadt Dortmund könnte dann unbeeinflusst von fremden Interessen über die Ausrichtung von DEW21 im Sinne der Bürger*innen und des Klimaschutzes entscheiden.
Unsere Ziele richten sich weder gegen die Mitarbeiter*innen des Unternehmens, noch gegen das Unternehmen selbst, auch wenn wegen schwerer Managementfehler DEW21 im Jahr 2023 einen großen Verlust und 2024 gegenüber früheren Jahren nur einen sehr geringen Gewinn erwirtschaftet hat.
Trotzdem war in beiden Jahren an E.on eine Garantiedividende von ca. 10 Mio. Euro zu zahlen. Im Jahr 2023 musste diese sogar von DSW21 getragen werden. Auch an dieser Garantiedividende zeigt sich, wie schädlich die Beteiligung von E.on an DEW 21 ist.
Das haben wir von Anfang an kritisiert!
Gewinne von DEW21, die künftig hoffentlich wieder erwirtschaftet werden können, sollen – so unsre Forderung – vollständig in kommunaler Hand verbleiben, um damit z.B. einen größeren Beitrag zur Finanzierung des Öffentlichen Personennahverkehrs (ÖPNV) leisten zu können.
Die derzeitige Konstellation geht in modifizierter Form auf die 1990er Jahre zurück. Ende 2013 hätte die Chance bestanden, die aus dieser Zeit stammende 47-prozentige Beteiligung von RWE an DEW21 loszuwerden. Die Chance der vollständigen Kommunalisierung ergab sich aktuell noch einmal, als die Beteiligung von der RWE-Tochter Innogy an Westenergie, eine Tochter von Eon.on, übergegangen war.
Die großen Fraktionen von CDU und SPD im Rat der Stadt Dortmund hatten sich damals erneut dafür entschieden, die Teilprivatisierung von DEW21 auf unbestimmte Zeit beizubehalten.
Eine Ratsmehrheit für unsere Ziele gibt es derzeit nicht.
Als erneut die Möglichkeit der Kommunalisierung sichtbar geworden war, hatten wir den
Dortmunder Energie-Appell – 2019
auf den Weg gebracht, der von zahlreichen bekannten Persönlichkeiten aus Dortmund unterstützt wurde. Der Text mit der Liste der Unterzeichner*innen ist an unserem Infostand erhältlich. Trotz dieser Unterstützung konnte unser Ziel nicht erreicht werden, zumal der Übergang der Beteiligung an E.on in aller Stille stattgefunden hatte. Unsere damaligen Aktivitäten waren von den Ruhrnachrichten ignoriert worden.
Auch wenn sich wegen des wiederholten Scheiterns unseres Anliegens manche unserer Mitstreiter*innen frustriert zurückgezogen hatten, besteht DEW kommunal weiter. Wir werden auch künftig versuchen, das Ziel der vollständigen Kommunalisierung von DEW21 nicht in Vergessenheit geraten zu lassen.
Daneben engagieren wir uns für die Energiewende im Allgemeinen, insbesondere für den Ausbau der Erneuerbaren Energien in Dortmund. Wir werben deshalb auch für den
Wechsel zu „echten Ökostromanbietern“
(mehr dazu am Infostand).
DEW kommunal gehört zu den Gründungsorganisationen des Klimabündnisses Dortmund.
Die Grundlagen und Ziele unserer Arbeit, die auch allgemeinpolitische Bestandteile enthalten, hatten wir bereits 2015 in unserer Plattform niedergelegt, die ebenfalls am Infostand erhältlich ist.